Wir wollten nur Dich: Traum und Albtraum Adoptivkind

„Wir wollten nur Dich: Traum und Albtraum Adoptivkind“

Als ich mit diesem Buch begonnen habe, wäre mir niemals in den Sinn gekommen, dass es solch ein Ende haben könnte.
Ich wollte adoptionswillige Menschen nur dafür sensibilisieren, gut aufzupassen, welchen Hintergrund Kinder haben und was daraus entstehen kann, nicht muss, das will ich hier ausdrücklich betonen.
Sicher haben wir auch Fehler gemacht. Wenn uns jedoch heute jemand fragen würde, ob es ein Fehler war, Benjamin seine Herkunft zu verschweigen, würden wir immer noch ein ganz klares »Nein« sagen. Mit unserem Wissen von heute sind wir der Meinung, dass wir diesem, Kind, viele glückliche Jahre seines Lebens genommen hätten. Vielleicht hätten wir etwas früher unser Familiengeheimnis lüften sollen, ja, vielleicht, aber ob das etwas geändert hätte, steht auch in den Sternen. Doch sicher war es ein Fehler, dass wir, entgegen dem Rat der Ärzte, Benny immer noch alle Steine aus dem Weg geräumt haben. Doch das haben wir bei Susi und Tommy auch gemacht, wenn es notwendig war und die Beiden sind nicht aus dem Ruder gelaufen. Am Ende weiß niemand, was richtig oder falsch ist. Jeder macht im Grunde doch immer nur alles so, wie er es gefühlsmäßig richtig findet.
Was ich jedoch weiß, ist, dass ich mit meiner Meinung falsch gelegen habe. Erbanlagen lassen sich nicht weglieben. Die sitzen ganz tief in einem drin und können, wodurch auch immer, ohne Vorwarnung ausbrechen.
Was Benjamin gemacht hat, hätte ich im Leben nicht für möglich gehalten.

Klappentext:

Erbanlagen lassen sich nicht weglieben.
Das weiß ich heute. Das weiß meine ganze Familie heute. Doch ehe wir das begriffen haben, mussten so viel Schmerz, Entsetzen und Erschütterung ertragen werden.

Wie es begann, als wir endlich den sechs Monate alten Adoptivsohn in die Arme schließen konnten, ihm stets alle Liebe der Welt schenkten, und wie es 31 Jahre danach endete, können Sie in diesem Buch lesen.