Erbschleicher

Erbschleicher

Ich bin davon überzeugt, dass Erbschleicherei in der heutigen Zeit so aktuell ist wie nie.

Unsere Gesellschaft wird immer älter und es wird mehr vererbt, als noch vor Jahren.

Das ruft Männer, aber auch Frauen auf den Plan, die sich das mit unredlichen Methoden zu Nutze machen. Meist sind diese Menschen jünger, viel jünger. Leider wird viel zu wenig über die Machenschaften der Erbschleicher geschrieben und aufgeklärt.

Wenn die Angehörigen merken, dass etwas mit der Tochter, dem Sohn, der Schwester, oder dem Bruder nicht stimmt, ist es meistens schon zu spät, etwas zu unternehmen. Oft hat der Erbschleicher, zu diesem Zeitpunkt schon dafür gesorgt, dass die Erblasserin, oder der Erblasser, von der Familie isoliert wird und sie oder ihn in einen neuen Kreis fremder Menschen eingeführt. Dadurch entsteht erneut Einsamkeit der Erblasser. Immer mehr wird er oder sie sich an den vermeintlich einzigen Menschen hängen, der es gut mit ihr oder ihm meint. Das schafft dem Erbschleicher Raum, ohne dass die Betroffenen es bemerken, so etwas wie eine Gehirnwäsche vorzunehmen. In der Folge, kommt es dazu, dass er schon zu Lebzeiten, einen großen Teil des Hab und Guts absahnen kann. Leider ist es oftmals so, wenn er alle Fäden in der Hand hat, scheut er sich auch nicht, sein wahres, oftmals brutales Gesicht zu zeigen.

 

Es ist jedoch falsch zu denken, dass immer nur alte Menschen von Erbschleicherei betroffen sind. Einem Erbschleicher kann man auch in der Mitte des Lebens begegnen. Zum Beispiel, wenn man früh verwitwet ist und sich dadurch einsam und verlassen vorkommt. Auch bei willensschwachen, psychisch oder allgemein gesundheitlich angegriffenen, alleinlebenden Menschen, haben Erbschleicher ein leichtes Spiel. Sie gaukeln Liebe und Zuneigung vor, wodurch der oder die Erblasser nicht bemerken, was geschieht.

Leider wird viel zu wenig darüber aufgeklärt. Wie schwierig es ist, ob das am Ende vorgelegte Testament, erzwungen, oder gefälscht ist, sollten Sie in meinem Buch, „Wenn alte Scheunen brennen“, unbedingt lesen.