• Die Frau die zu sehr liebte von Hera Lind

    Hera 1Linda ist Mitte vierzig und frustriert. Sie hat das Gefühl, dass ihr Mann Jochen sie nach zwanzig Jahren Ehe, im Grunde genommen, nur noch als Haushaltsgegenstand sieht.

    Aber wer will schon nach zwanzig Jahren Ehe, nur noch als Haushaltsgegenstand betrachtet werden?

    Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass bei Linda, die Liebe wie ein Blitz schlägt, als sie den knackigen, coolen, Süßholzraspler Frank kennenlernt. Blind vor Liebe bricht sie alle Brücken hinter sich ab. Dass sie dabei Scherben hinterlässt, redet sie sich einfach schön, zumal ihr Frank, ein Leben auf der Überholspur zu bieten scheint. Doch die Fassade bröckelt.

    Voller Zuversicht übersieht Linda Franks cholerische Ausbrüche lange Zeit und entschuldigt sie mit Stress, den Frank durch seinen Beruf hat. Bis auch sie feststellen muss, auf was für ein Windei sie hereingefallen ist. Aber was dann passiert, konnte ich zuerst kaum glauben und dachte, wieso wird aus einer Liebesgeschichte ein Kriminalfall? Das passt doch gar nicht zusammen. Aber Hera Lind hat es verstanden, als ich schon dachte, das ist doch blöde weiter zu lesen, die Spannung derart zu steigern, dass ich mich von meinem Kindle nicht mehr loseisen konnte. Eine ungewöhnliche, spannende Geschichte zwischen Liebe, Qual und Leid. Man möchte Linda zeitweilig schütteln und fragen, warum sie derart verblendet ist. Ich weiß aber, dass es viele Frauen gibt, die sich Hals über Kopf in eine Affäre gestürzt haben und am Ende feststellen mussten, dass sie auf Sand gebaut hatten. Wohl denen, die nicht solch ein krasses Ende erleben mussten wie Linda. Ein tolles Buch. Das muss man gelesen haben. Von mir gibt es dafür fünf Punkte.

     

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